Warum ein Mops von einem Züchter seinen Preis hat ...

Sehr häufig , wenn es um die Preisfrage bei meinen Welpen geht, höre ich: leider zu teuer , sprengt meinen Rahmen, so viel ist grad nicht drin ...

 

Durch diesen Blog hab ich nun die Möglichkeit zukünftige Mopskäufer ein wenig hinter die Kulissen schauen zulassen.

 

Womit fange ich an - mit dem Kauf der Hündin ?

Nein , da fehlt noch einiges !

Zu aller erst braucht man einmal die Gegebenheiten, also viel Platz, nette Nachbarn und auch Zeit.

Danach kann man sich über die FCI (VRZ,...)einen Zwingernamen schützen lassen , das Ganze dauert ca. 6 Wochen und kostet je nach Verein an die 300 E.

Man braucht ein Wurfbox, Gitter für das Welpengehege, Körbchen, waschbare Unterlagen, Spielzeug, einen Transportkäfig - je nach Hundeclub kommt dann vor dem ersten Wurf noch eine Begutachtung, die man natürlich auch noch bezahlen darf.

So - ja dann kauft man eine Hündin, zieht sie 1,5 Jahre lang auf ( Futter, impfen ) macht die geforderten Untersuchungen, die Ausstellung und dann ist es endlich soweit, sie ist läufig geworden (natürlich zum 2.- oder 3.ten Mal ).

Nun kommt die- beim Mops ganz besonders- nervenaufreibende Suche nach dem geeigneten Deckrüden, der auch ca. 500 E Decktaxe bekommt und meistens weit weg lebt.

Oder man kauft sich einen Deckrüden, wie meinen Fresh- der alle Untersuchungen hat und auch Champion ist. Natürlich hat Fresh auch Bedürfnisse und muss ab und an mal zum Tierarzt.

Um den optimalen Deckzeitpunkt zu bestimmen, sollte man den Progesteronwert im Blut der Hündin kontrollieren ( Blutabnahme beim TA - einschicken ins Labor ).

Nach 40 Tagen macht man einen Ultraschall, um zusehen, ob die Hündin aufgenommen hat.

Ab diesem Zeitpunkt füge ich Nahrungsergänzungsmittel dazu, das Futter bleibt das gleiche, Xantara ist so hochwertig, da braucht man keine Futterumstellung.

 

Die letzten Tage vor der Geburt lasse ich meine Hündinnen kaum aus den Augen, nach der Geburt, die meistens viele Stunden dauert (Nachtschicht) kommt die Wurfbox für ca. 2 Wochen ins Schlafzimmer und die Welpen rauben mir im Stundentakt den Schlaf. Die erste Woche ist sehr heikel, deshalb sind sie auch immer in meiner Nähe.

 

Tja , dann kommt noch die Aufzucht: die Hündin extra versorgen, alles sauber halten (die Unterlagen waschen), Hundeklos säubern, die Welpen mehrmals täglich füttern, mit den Welpen beschäftigen, mit den Käufern Beratungsgespräche führen, die Welpenübergabe mit allem Schriftlichen, die Papiere beantragen ( und die Gebühr zahlen), die Homepage betreuen...

 

Also ,ihr lieben Hundekäufer, ich hoffe , dass ich euch punkto Preis ein wenig die Augen öffnen konnte!

Herzlichst, eure Mopszüchterin!

Gruber Irene